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| Mit seinem vielseitigen Wirken hat Hanns Dieter Hüsch das Leben im Windecker Ländchen bereichert. BILDER: JANINE CHRISTGEN |
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Windeck - „Er ist zwar gestorben, aber er ist nicht tot.“ Diese Formulierung trifft sicherlich auf Hanns Dieter Hüsch zu. Ein Denkmal, das ihm zu Ehren vor dem Herchener Haus des Gastes errichtet wurde, haben seine Witwe Christiane Rasche-Hüsch und Regierungspräsident Hans-Peter Lindlar nun enthüllt.
Hüsch starb vor vier Jahren 80-jährig. Seine Ideen und Ideale aber sind lebendig geblieben. Für Windeck war Hüsch „Kultur-Katalysator“. Als er 1992 in die Praxis von Rüdiger Weisbach kam, um dort einen Hundebiss behandeln zu lassen, nutze Weisbach die Gelegenheit, um Hüsch für eine Vorstellung im neuen Haus des Gastes zu gewinnen. Am 30. August 1992 spielte Hüsch dort sein Programm „Aus dem Leben gegriffen“ und legte damit den „Grundstein“ für die Windecker Matineen, denn nicht nur er selbst spielte vielfach in Herchen, er warb auch befreundete Kabarettisten.
Hüschs Programme bezogen gesellschaftlich und politisch Stellung, boten Richtwerte. Er lebte als Kabarettist und Pate des Naturschutzgebietes Hetter vor, was es bedeutet, Sorge für Gesellschaft und Heimat zu tragen. Mit seinem Anspruch, in der Heiterkeit tiefgründig zu sein, sich nicht die Sprache verschlagen zu lassen, sich begeistern zu können und Stellung zu beziehen, etablierte er eine Norm, die noch immer Leitlinie für die Auswahl der Kabarettisten auf der Herchener Matineebühne ist.
Der Eitorfer Künstler Rolf Schreuer gestaltete den Bronzeguss, der fortan an Hüschs Leistungen erinnert, auf der Basis zahlreicher Abbildungen zunächst als Tonrelief. Inzwischen ist der Guss für die Öffentlichkeit sichtbar: auf dem Grauwackestein vor dem Haus des Gastes. Begleitet von Eigenkompositionen Hüschs, gespielt auf des Kabarettisten musikalischem Kennzeichen, der Philicordia-Orgel, wurde das Denkmal enthüllt. Viele persönliche Einblicke in sein Leben und Schaffen bereicherten den Festakt.
Die Ausführungen des langjährigen Unterhaltungschefs des Saarländischen Rundfunks, Karl-Heinz Schmieding, der mit Hüsch die Sendung „Gesellschaftsabend“ entwickelte, ließ die Person Hüschs für die Anwesenden ebenso erkennbar werden, wie der Beitrag des Liedermachers Lothar Lechleiter, der Wegbegleiter war und als Chansonnier zwei eigene Kompositionen in Herchen präsentierte. Jürgen von Tome, ein Freund des Kabarettisten und Leiter der „Theatergruppe im kleinen Kreis“, rezitierte mit seinem Partner Jürg Müller am Akkordeon Werke und Lieder Hüschs.
Abgerundet wurde das Porträt durch den Vortrag eines autobiografischen Textes, der vor allem Hüschs Gewissheit des Getragenseins seiner Existenz und seines Tuns im Glauben zentrierte. Bilder und Handschriften an den umgebenden Stellwänden komplettierten das Bild.
In Hüschs Gedicht „Testament“ scheint auf, was für ihn unmittelbare Relevanz besaß: die Weltzugewandtheit. Wir gehen „in unsere Welt hinein, die ihre Arme weit aufhält und uns alle umschlingt.“ Eine Botschaft, die nun auch symbolisch durch den Gedenkstein in Herchen weitergetragen wird.
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Eine Hommage an Hanns Dieter Hüsch lieferten auch Jürgen von Tome und sein Partner Jürg Müller am Akkordeon. |
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